Die Erde kommt mir entgegen

Liebe Leserinnen und Leser,

wie ist es Ihnen in den letzten Tagen ergangen? Füllt Sie ein unausgesprochener Druck aus, der nicht greifbar ist? Eine Schwere? Eine Verzaghtheit? Vielleicht sogar Angst?

Diskutieren Sie in der Familie kontrovers, ob die Schutzmaßnahmen alle sinnvoll sind oder ob es hinter der Krise ein anderes Ziel gibt, das wir (noch) nicht kennen?

Fakt ist, alles scheint lahmgelegt und auch ich habe mich entschlossen, meinen Beitrag zu leisten. Meine Praxis ist geschlossen. Digitale Angebote können aber genutzt werden.  Veranstaltungen sind abgesagt und wir bleiben zu Hause (außer Einkaufen und in die Freie Natur auf einen Spaziergang – Hunde und Esel müssen ja raus).

Und runterfahren. Einfach runterfahren. Wir könne es eh nicht ändern.

In meinem letzten Beitrag habe ich Ihnen Atemübungen mit auf den Weg gegeben. Zum ruhig werden und um die Aufmerksamkeit besonders in diesen Zeiten auf sich und die Atmung zu lenken. Und in Ergänzung lade ich Sie heute ein, mit mir ein wenig Spazieren zu gehen.

Lassen Sie sich mit mir gemeinsam auf den sogenannten ZEN-Walk ein. Wie das geht?

Halten Sie sich gerade, aufrecht und dennoch entspannt. Beobachten Sie Ihren Atem. Legen Sie dazu Ihre Hände auf den Bauch (eine Hand oberhalb des Bauchnabels, die andere Hand unter dem Bauchnabel) und beobachten Sie Ihren Atem im Stehen. Atmen Sie vier Zeiteinheiten ein – gefühlte kurze Pause – dann 8 Zeiteinheiten aus. Bis sich Ihr Atem beruhigt hat ….
Dann gehen Sie! Ohne Ziel, absichtslos. Gehen Sie langsam, achten Sie dabei auf das aufsetzen Ihres Fußes, das abrollen und das abstoßen.
Ihre Augen lassen Sie 4-5 Meter vor sich auf dem Boden ruhen. Alles was Sie aufnehmen, nehmen Sie über die Füße auf. Wie fühlt sich der Untergrund an?  Wie kräftig treten Sie mit der Ferse auf? Wie rollen Sie die Füße ab?
Aufsetzen, abrollen, abstoßen….aufsetzen, abrollen, abstoßen….

Geben Sie dem Gehen Bedeutung! Üben Sie sich in Langsamkeit und Achtsamkeit! Finden Sie Ihren eigenen Rhythmus.

Erzwingen Sie nichts. Vielleicht fällt es Ihnen zu Beginn schwer, langsam zu wandeln, aber vielleicht werden Sie auch irgendwann das Gefühl haben, die Erde komme Ihnen schrittweise entgegen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Ruhe beim Entdecken der Langsamkeit!

 

In diesem Sinne:

Nehmen Sie sich Zeit für sich –

sonst haben Sie keine.

Ihre Susanne Lusiardi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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